Profi-Wissen

Baumpflege vom Profi: Ausrüstung und Techniken — Teil 2

Ihr Gartengerät macht Probleme? In den meisten Fällen lässt sich das Problem schnell lösen. Hier finden Sie die häufigsten Ursachen und deren Behebung.

Motortypen im Vergleich

Bei Gartengeräten kommen verschiedene Motortypen zum Einsatz. Zweitaktmotoren sind leichter und bieten ein höheres Leistungsgewicht, benötigen aber ein Benzin-Öl-Gemisch und stoßen mehr Emissionen aus. Viertaktmotoren laufen ruhiger, verbrauchen weniger Kraftstoff und sind umweltfreundlicher. Bürstenlose Elektromotoren (BLDC) in Akkugeräten bieten hohe Effizienz, lange Lebensdauer und sind praktisch wartungsfrei. Die Wahl des Motortyps beeinflusst Gewicht, Lautstärke, Wartungsaufwand und Betriebskosten erheblich.

Mulchfunktion und Fangkorbsysteme

Beim Mulchmähen wird das Schnittgut fein zerkleinert und als natürlicher Dünger auf dem Rasen verteilt. Das spart Zeit (kein Entsorgen) und Dünger. Voraussetzung ist regelmäßiges Mähen, damit die Schnittmenge gering bleibt. Fangkorbsysteme sammeln das Schnittgut auf und eignen sich besonders bei höherem Gras oder wenn ein sauberes Schnittbild gewünscht wird. Viele moderne Mäher bieten eine 3-in-1-Funktion: Mulchen, Fangen und Seitenauswurf. So können Sie je nach Situation flexibel wählen.

Das Wichtigste in Kürze

Vergleichen Sie verschiedene Modelle und Marken, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen. Was für den einen Garten perfekt ist, muss für den anderen nicht die beste Wahl sein. Individuelle Gegebenheiten spielen eine entscheidende Rolle.

  • Gießen Sie morgens oder abends — nie in der Mittagshitze
  • Organischen Dünger bevorzugen für langfristige Bodengesundheit
  • Automatische Drehzahlregulierung spart Kraftstoff und Verschleiß
  • Native Pflanzen bevorzugen — sie brauchen weniger Pflege
  • Benzingemisch für Zweitakter muss exakt dosiert werden (meist 1:50)

Gefahren vermeiden

Viele Unfälle lassen sich durch Achtsamkeit und Voraussicht vermeiden. Halten Sie Kinder und Haustiere vom Arbeitsbereich fern. Arbeiten Sie nicht bei Nässe oder Gewitter. Transportieren Sie Gartengeräte immer mit abgeschaltetem Motor und gesichertem Schneidwerkzeug. Beim Betanken von Benzingeräten den Motor vorher abkühlen lassen und nicht rauchen. Beachten Sie die gesetzlichen Ruhezeiten: An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb von motorisierten Gartengeräten ganztägig untersagt.

  • Auf Fruchtfolge bei Gemüsebeeten achten
  • Nach dem Vertikutieren nachsäen und düngen für dichte Narbe
  • Garantiebedingungen und Serviceleistungen der Hersteller vergleichen
  • Kinder und Haustiere während der Arbeit fernhalten
  • Gründüngung im Herbst säen für bessere Bodenstruktur

Schnittbreite und Flächenleistung

Die Schnittbreite ist ein entscheidender Faktor für die Effizienz. Bei Rasenmähern gilt als Faustregel: Für Flächen bis 200 qm reicht eine Schnittbreite von 32-38 cm. Bis 500 qm sind 40-46 cm ideal, und ab 500 qm sollten es mindestens 46-53 cm sein. Eine breitere Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und schnelleres Arbeiten, aber auch ein schwereres und weniger wendiges Gerät. Bei verwinkelten Gärten mit vielen Hindernissen kann ein wendigeres Gerät mit schmalerer Schnittbreite sogar schneller sein.

  1. Das Gerät wenn möglich vor dem Kauf im Fachhandel ausprobieren
  2. Sicherheitsabstand zu anderen Personen einhalten
  3. Organischen Dünger bevorzugen für langfristige Bodengesundheit
  4. Keilriemen auf Spannung und Verschleiß kontrollieren

Fazit

Beachten Sie die genannten Tipps und Sie werden lange Freude an Ihren Gartengeräten und Ihrem Garten haben. Wenn Sie unsicher sind, zögern Sie nicht, einen Fachmann zu Rate zu ziehen — Sicherheit geht immer vor.

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