Erfahrene Gärtner wissen: Die richtige Vorbereitung ist die halbe Arbeit. Das gilt besonders für Garten-Checkliste für den Mai — Teil 2. Hier erfahren Sie, wie Sie optimal starten.
Winterpause richtig nutzen
Im Winter ruht die Gartenarbeit weitgehend, aber Sie können die Zeit sinnvoll nutzen. Überprüfen und warten Sie alle Gartengeräte gründlich. Schärfen Sie Messer und Scheren, wechseln Sie Verschleißteile und führen Sie anstehende Reparaturen durch. Lagern Sie Akkus bei Zimmertemperatur und laden Sie sie regelmäßig auf etwa 50 Prozent. Benzin sollte aus den Tanks abgelassen oder mit Stabilisator versetzt werden. Erstellen Sie einen Gartenplan für das kommende Jahr und bestellen Sie benötigte Samen und Dünger rechtzeitig.
- Verarbeitungsqualität und Materialien genau ansehen
- Regelmäßig den Boden lockern, um Verdichtung zu vermeiden
- GPS-gesteuerte Mähroboter arbeiten effizienter als drahtgeführte
- Alle Schraubverbindungen regelmäßig auf festen Sitz überprüfen
- Bremsanlage bei Aufsitzmähern regelmäßig kontrollieren
Bewässerung planen und optimieren
Ein gesunder Rasen benötigt etwa 20 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. Bewässern Sie lieber selten und dafür gründlich als häufig und oberflächlich — so werden tiefe Wurzeln gefördert. Der ideale Zeitpunkt ist frühmorgens, wenn Verdunstungsverluste minimal sind. Automatische Bewässerungssysteme mit Bodenfeuchtesensoren sparen bis zu 50 Prozent Wasser gegenüber manueller Bewässerung. Versenkregner, Tropfschläuche und mobile Sprinkler bieten für jeden Gartentyp die passende Lösung.
- Verarbeitungsqualität und Materialien genau ansehen
- Quick-Start-Systeme erleichtern das Anlassen von Benzinmotoren
- Lautstärke des Geräts beachten — wichtig für die Nachbarschaft
- Gründüngung im Herbst säen für bessere Bodenstruktur
- Regenwasser auffangen und zur Bewässerung nutzen
Vertikutieren: So geht es richtig
Vertikutieren entfernt Moos, Filz und abgestorbenes Material aus dem Rasen und verbessert die Belüftung des Bodens. Der beste Zeitpunkt ist April bis Mai, wenn der Rasen kräftig wächst. Mähen Sie den Rasen vorher auf 2 bis 3 cm herunter. Stellen Sie den Vertikutierer so ein, dass die Messer maximal 3 mm in den Boden eindringen. Arbeiten Sie zügig in Längs- und Querbahnen. Nach dem Vertikutieren den Rasen kalken, düngen und bei Bedarf nachsäen. Wässern Sie die Fläche in den folgenden Wochen regelmäßig.
Unser Tipp
Regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen zum Thema Gartengeräte können Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten zu verbessern und neue Techniken zu erlernen. Viele Fachhändler und Hersteller bieten kostenlose Workshops und Vorführungen an.
- Gehörschutz bei Geräten über 85 dB verwenden
- Zündkerze einmal pro Saison kontrollieren und gegebenenfalls erneuern
- Staudenbeete im Herbst mit Rindenmulch abdecken
- 36V-Systeme bieten mehr Leistung als 18V bei gleicher Kapazität
- Akkus nicht vollständig entladen — immer bei 20% nachladen
Rasenkrankheiten erkennen und bekämpfen
Die häufigsten Rasenkrankheiten in Deutschland sind Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und Dollarspot. Schneeschimmel zeigt sich als kreisrunde, grau-weiße Flecken im Frühling. Vorbeugend hilft eine gute Belüftung und die Vermeidung von Staunässe. Rotspitzigkeit erkennt man an rötlichen Fadenstrukturen an den Grashalmen — eine Stickstoffdüngung schafft Abhilfe. Generell gilt: Ein gut gepflegter, richtig gedüngter und belüfteter Rasen ist am widerstandsfähigsten gegen Krankheiten. Vermeiden Sie Überdüngung und Staunässe.
Fahrwerk und Räder kontrollieren
Bei Rasenmähern und Aufsitzmähern sind die Räder stark beansprucht. Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck und die Radlager. Schmieren Sie alle beweglichen Teile mit einem geeigneten Schmiermittel. Ungleichmäßiger Reifendruck kann zu einem ungleichmäßigen Schnittbild führen und die Spurhaltung beeinträchtigen. Ersetzen Sie abgenutzte Räder rechtzeitig, um die Mähqualität zu erhalten.
- Gerät vor Wartungsarbeiten immer komplett ausschalten
- Gesetzliche Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen beachten
- Kompost als natürlichen Bodenverbesserer einsetzen
- Hinterradantrieb bei Hanglagen bevorzugen
- Im Zweifel immer einen Fachmann konsultieren
- Alle Schraubverbindungen regelmäßig auf festen Sitz überprüfen
- Automatische Drehzahlregulierung spart Kraftstoff und Verschleiß
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen: Mit dem richtigen Wissen und den passenden Werkzeugen macht Gartenarbeit nicht nur Spaß, sondern liefert auch hervorragende Ergebnisse. Bleiben Sie dran und lesen Sie unsere weiteren Ratgeber für noch mehr Expertentipps.