So wechseln Sie das Rasenmähermesser richtig — Teil 2 gehört zu den wichtigsten Aufgaben für jeden Gartenbesitzer. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Rasenkrankheiten erkennen und bekämpfen
Die häufigsten Rasenkrankheiten in Deutschland sind Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und Dollarspot. Schneeschimmel zeigt sich als kreisrunde, grau-weiße Flecken im Frühling. Vorbeugend hilft eine gute Belüftung und die Vermeidung von Staunässe. Rotspitzigkeit erkennt man an rötlichen Fadenstrukturen an den Grashalmen — eine Stickstoffdüngung schafft Abhilfe. Generell gilt: Ein gut gepflegter, richtig gedüngter und belüfteter Rasen ist am widerstandsfähigsten gegen Krankheiten. Vermeiden Sie Überdüngung und Staunässe.
- Luftfilter alle 25 Betriebsstunden reinigen und bei Bedarf austauschen
- Gerät nach jedem Einsatz gründlich von Gras und Erde befreien
- Zündkerze einmal pro Saison kontrollieren und gegebenenfalls erneuern
- Benzingemisch für Zweitakter muss exakt dosiert werden (meist 1:50)
- Elektrobremse bei Kettensägen stoppt die Kette in Sekundenbruchteilen
Benzin, Akku oder Elektro?
Jede Antriebsart hat ihre Vor- und Nachteile. Benzingeräte bieten die größte Leistung und Unabhängigkeit, sind aber lauter und erfordern mehr Wartung. Akku-Geräte sind leise, emissionsfrei und sehr flexibel, haben aber eine begrenzte Laufzeit und sind in der Anschaffung oft teurer. Elektrogeräte mit Kabel sind günstig und wartungsarm, aber der Aktionsradius ist durch das Kabel eingeschränkt. Für Flächen über 500 Quadratmeter empfehlen wir in der Regel ein Benzin- oder leistungsstarkes Akkugerät.
- Schattige Bereiche mit schattenverträglichen Grassorten nachsäen
- Bei Trockenheit lieber seltener, dafür gründlicher bewässern
- Bewegliche Teile und Gelenke regelmäßig schmieren
- Bei Ermüdung eine Pause einlegen — Konzentration ist wichtig
Schnittbreite und Flächenleistung
Die Schnittbreite ist ein entscheidender Faktor für die Effizienz. Bei Rasenmähern gilt als Faustregel: Für Flächen bis 200 qm reicht eine Schnittbreite von 32-38 cm. Bis 500 qm sind 40-46 cm ideal, und ab 500 qm sollten es mindestens 46-53 cm sein. Eine breitere Schnittbreite bedeutet weniger Bahnen und schnelleres Arbeiten, aber auch ein schwereres und weniger wendiges Gerät. Bei verwinkelten Gärten mit vielen Hindernissen kann ein wendigeres Gerät mit schmalerer Schnittbreite sogar schneller sein.
So sparen Sie Zeit
Professionelle Gärtner empfehlen, mindestens einmal pro Jahr eine umfassende Bestandsaufnahme des Gartens zu machen. Dabei werden der Zustand des Rasens, der Hecken, der Bäume und des Bodens systematisch bewertet und ein Pflegeplan erstellt.
- Kraftstoff nur in zugelassenen Kanistern transportieren
- Radlager auf Leichtgängigkeit testen und bei Bedarf fetten
- Staudenbeete im Herbst mit Rindenmulch abdecken
- Niemals unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss arbeiten
Marken im Vergleich
Auf dem deutschen Markt gibt es zahlreiche Hersteller von Gartengeräten. Stihl und Husqvarna gelten als Premiummarken mit hervorragender Qualität und umfangreichem Servicenetzwerk. Makita und Bosch bieten ein breites Sortiment mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Einhell und Worx sind beliebte Alternativen im mittleren Preissegment. Bei der Markenwahl sollten Sie auch beachten, ob Sie bereits Akkus eines Herstellers besitzen — viele Marken bieten systemübergreifende Akkuplattformen an.
- Lieferumfang prüfen: Was ist enthalten, was muss separat gekauft werden?
- Bei Einlagerung Kraftstoff ablassen oder Stabilisator verwenden
- Hecken leicht trapezförmig schneiden für bessere Belichtung
- Motoröl alle 50 Betriebsstunden wechseln (bei Neugeräten nach 5 Stunden)
- Betriebsanleitung vor dem ersten Einsatz vollständig lesen
Fazit
Abschließend möchten wir betonen: Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Garten. Hastiges Arbeiten führt oft zu Fehlern und kann sogar gefährlich sein. Planen Sie Ihre Gartenarbeit sorgfältig und genießen Sie die Ergebnisse.